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Bistum Fulda
Datenbank des Bistums für Bildstöcke, Wegkreuze, Grotten, Kapellen und Kreuzweganlagen

Datenbank des Bistums für Bildstöcke, Wegkreuze, Grotten, Kapellen und Kreuzweganlagen

Fulda (bpf). Je nach Zählweise findet man zwischen 800 und 1.000 Bildstöcke, Wegkreuze, Grotten, Kapellen und Kreuzweganlagen im Fuldaer Umland und in der (hessischen) Rhön. Damit sind diese Äußerungen des katholischen Glaubens in unserer Region beheimatet wie kaum in einer anderen Region der Welt. Leider geht das Wissen z. B. um die Bildstöcke, deren älteste in unserer Region bis in das 14.Jahrhundert reichen, mehr und mehr verloren, und damit auch die Beziehung der Menschen zu diesen steinernen Zeugnissen religiösen Lebens.


Das Bistum Fulda hat sich zur Aufgabe gemacht, Einheimische und Fremde auf die Bedeutung dieser Ausdrucksformen des Glaubens hinzuweisen und neu ins Bewusstsein zu rufen, welchen Schatz an religiösen Zeugnissen aus längst vergangenen Jahrhunderten unsere Region birgt. Mittlerweile ist eine Datenbank entstanden, in die bislang zumindest die Standorte von weit über 700 Bildstöcken, Wegkreuzen, Kapellen, Grotten, Kreuzweganlagen, sonstigen religiösen Figuren erfasst sind. Diese Datenbank ist über die Webadresse https://www.bildstoecke-rhoen.de/ als Überblicksdatei einsehbar.


Alle erfassten Objekte erscheinen zudem auf der Webseite www.rhoenfuehrer.de. So haben Wanderer durch die Rhön z. B. die Möglichkeit, ihre Wanderung an diesen religiösen Zeugnissen auszurichten und/oder sich bei ihren Wanderungen zu diesen religiösen Elementen Informationen über diese Webseite zugänglich zu machen. Für alle Interessierten besteht die Möglichkeit, an der Erfassung von Bildstöcken etc. mitzuwirken. Über https://www.bildstoecke-rhoen.de/ (Untermenü „Einträge“, Button „Eintrag erstellen“) besteht die Möglichkeit, den „Bildstock vor der eigenen Haustür“ zu erfassen. Eingetragen werden können Angaben zu Art, Lage/Adresse des Objektes, eventuelle Inschriften, zum Errichtungsgrund (z. B. Pest), Beschreibungen zu Aussehen und Form und viele mehr. Erwünscht sind darüber hinaus vor allem Fotos, kurze Videoschwenks (gerne vom Handy) und Audio-Aufnahmen (O-Töne) z. B. von demjenigen, der Bildstock, Kapelle oder Grotte pflegt oder über seine persönliche Beziehung zu diesem Objekt Auskunft gibt. Darüber hinaus sind, soweit möglich, die Geokoordinaten erbeten. Diese dienen nicht nur dem leichteren Auffinden der Objekte (z. B. durch Ortsfremde, Wanderer), sondern werden möglicherweise zu einem späteren Zeitpunkt für Aktionen im Rahmen des Geocachings („Schnitzeljagd“) verwendet.


Hauptsächliche Ziele der Erfassung bestehen darin, das Bewusstsein für das religiöse Brauchtum und das vorhandene Kulturgut in der Region zu stärken oder neu zu schaffen, Menschen, die Bildstöcke, Wegkreuze, sonstige steinerne Figuren und Grotten pflegen und wertzuschätzen, die Kommunikation zwischen den Generationen zu fördern (z. B. Seniorin, die Bildstock „pflegt“, mit Enkel, der Fotos, Audio und Video einstellt), über die Kommunikation das Bewusstsein für dieses religiöse Brauchtum zu erhalten und auszuweiten sowie Einheimischen und Wanderern zu helfen, diese Zeugen religiösen Lebens zu entdecken.


Weitere Informationen bei der Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit im Bischöflichen Generalvikariat, Tel. 0661/87-259 und 87-561, E-Mail: oeffentlichkeitsarbeit@bistum-fulda.de.

30.04.2018


Bischöfliche Pressestelle
36001 Fulda / Postfach 11 53
Telefon: 0661 / 87-299 / Telefax: 87-568
Redaktion: Christof Ohnesorge

 

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